Wunschengel
Liebe umschließt im Augenblick
das ewig Gewordene
das ewig Seiende
Als Wunschengel habe ich mich jeden Moment mit den Menschen als Zeugin ihres ureigenen Prozesses erlebt
und wurde dadurch Teil eines „Wir“.
Ich war Zeugin und Wächterin zugleich. Ich folgte dem Prozess der Menschen.
Bevor sie zu mir kamen, habe ich mich anhand ihres Namens mit meiner Aufmerksamkeit an den Engel der Menschen gewandt
und ihn um Unterstützung gebeten; und darum, mir Inspirationen zu schenken, die seinem Menschen dienlich und hilfreich sind.
Jede Begegnung begann mit meinem Lauschen. Die Menschen haben immer von sich aus angefangen zu sprechen und erzählt,
was sie sich wünschen. Ich habe keine Fragen nach den Gründen für Wünsche gestellt, nichts in Frage gestellt.
Während die Menschen sprachen, habe ich mich meiner eigenen Gedanken zu enthalten bemüht
und mich ganz auf das Zuhören des Anderen konzentriert.
Meine Intention war reine Präsenz und ununterbrochende Zuwendung.
Was immer von ihnen kam, war willkommen.
Gedanken und Analysen habe ich, sobald sie in mir erschienen,
bewusst aus meiner Aufmerksamkeit entlassen und mich dem Menschen innerlich wieder zugewandt.
Mein Atem war ein Mittel, mich auf mein Gegenüber einzustimmen.
Tendenziell habe ich tiefer geatmet als die Teilnehmer, um ihnen dadurch die Möglichkeit zu bahnen,
sich mit sich selbst in Ruhe zu verbinden.
In der Rolle des Wunschengels flossen meine unterschiedlichen Herzensanliegen zusammen:
Räume zu schaffen, in denen sich Menschen willkommen erleben,
die ihnen Freiraum für die eigene Entwickelung in eine neue Zukunft bieten.
Zudem wollte ich durch meine bewusste Präsenz Menschen Gehör schenken auf eine Weise,
die es ihnen ermöglicht, sich selbst gemeinsam mit mir als Zeugin zuzuhören
und dadurch Antworten auf ihre eigenen Fragen zu finden.